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Diesmal schreibst du den Roman zu Ende!

Aktualisiert: 4. Dez. 2022

Schreiberlogik ist der Blog für Hobby-Autorinnen und Autoren. Hier bekommst du Grundwissen rund um Figuren, Plot und Schreibroutine. Ich vermittle dir Handwerkszeug, damit du deiner Kreativität freien Lauf lassen kannst. (Foto: Anna Schwartz)



Hallo, schön, dass du hier bist!


Lass mich raten: Diesmal möchtest du den Roman endlich zu Ende schreiben? Dann weiß ich genau, wo du jetzt stehst. Einen Roman zu schreiben war jahrelang mein Traum. Nein, das ist untertrieben. Ich wusste immer, dass ich es irgendwann tun muss, dass ich diesen Planeten unmöglich eines Tages verlassen kann, ohne einen Roman geschrieben zu haben. Es ging noch nicht einmal darum, dass ihn möglichst viele Leute lesen sollten. Nein, ich wollte eine eigene Geschichte erzählen - von der ersten bis zur letzten Seite.


Was hat mich davon abgehalten? Tja, damals hätte ich gesagt, dass die Zeit nicht reif war. Dass man in der richtigen Stimmung sein muss, um so etwas durchzuziehen. Dass ich mal ein paar Wochen am Stück frei brauche, den Kopf freikriegen muss. Ich dachte, ich kann diesen Roman nur schreiben, wenn ich wirklich nichts anderes zu tun habe. Nun, wir alles wissen, dass diese Zeit im Leben niemals kommt.

Die perfekte Zeit zum Schreiben kommt nicht, du musst sie dir nehmen


Wann habe ich also wirklich nach vielen, vielen unvollendeten Manuskripten, meinen ersten Roman verfasst? Im Lockdown. Nachts. Wenn meine drei Kinder schliefen und ich auch dringend Ruhe gebraucht hätte. Aber diese Zeit war so dicht an Empfindungen und es gab so wenig Möglichkeit, sie irgendwo zu lassen, dass ich im Schreiben mein Ventil gefunden habe. So ging es mir immer schon. Meine Gedanken sortiere ich schreibend. Ich habe das Schreiben als Journalistin sogar zu meinem Beruf gemacht. Aber reicht das für einen Roman? Auch darauf habe ich inzwischen eine klare Antwort: Joah, wenn es denn sein muss. Besser und befriedigender und mit weniger Selbstzweifeln gelingt es allerdings mit dem richtigen Handwerkszeug im literarischen Schreiben. Dann muss man sein Manuskript auch nicht zwei Jahre danach noch überarbeiten.


Was will ich damit sagen? Wenn du dein Buch nicht nur für dich schreibst, sondern durchaus mit dem Wunsch, dass deine Geschichte andere Menschen fesselt, dann brauchst du wenigstens ein bisschen Ahnung von Dramaturgie, Figurenentwicklung und natürlich Sprache. Wenn du deinen Schreibprozess strukturierst und über ein gewisses Grundwissen verfügst, bist du eben nicht mehr der „Muße“ ausgeliefert. Zu einem guten Schreibprozess gehört die Reihenfolge: Womit fängst du an? Was solltest du wissen, bevor du mit dem Schreiben beginnst? Disclaimer: Das Coverdesign und der Soundtrack für die Netflix-Verfilmung gehören nicht dazu. Macht aber Spaß…

Ich fülle deine Werkzeugkiste, du wählst aus, was du brauchst


Du wirst deinen eigenen Weg finden. Du wirst dir aus meiner Werkzeugkiste herausgreifen, was für dich passt. Alles was ich tun werde, ist dir auf diesem Blog zu verraten, welche Methoden es gibt und welche Zutaten mitreißende Geschichten brauchen. Denn es gibt sie: Ewige Geschichten die wir Menschen uns seit Jahrtausenden am Lagerfeuer erzählen. Die zu Blockbustern werden und zu Klassikern der Weltliteratur. Okay, Moment, jetzt schrauben wir den Anspruch mal ganz schnell wieder runter. Was ich eigentlich sagen will, ist: Wir Menschen haben ein tief sitzendes Bedürfnis nach guten Geschichten. Wir wollen aus ihnen lernen, uns von ihnen mitreißen und aus unserem Alltag entführen lassen. Sowohl beim Schreiben als auch beim Lesen. Ich möchte, dass du dich auf deine eigene Geschichte konzentrieren kannst. Lass aufs Papier fließen, was dich bewegt. Das Handwerkszeug sorgt einfach nur dafür, dass der Fluss frei fließen kann.

Auf diesem Blog wird es deshalb ab sofort Beiträge zu folgenden Themen geben:

  • Wie strukturiere ich meinen Schreibprozess?

  • Wie entwickle ich spannende Figuren?

  • Wie entwickle ich eine professionelle Dramaturgie?

  • Was mache ich, wenn das Buch fertig ist?

Tja, was passiert, wenn das Buch geschrieben ist? Mein Zwischenstand

Apropos, ich selbst habe meinen Debütroman inzwischen in die Hände einer Literaturagentin gegeben, die ihn hoffentlich an einen Publikumsverlag vermitteln wird. Mein zweites Romanprojekt entsteht gerade im Rahmen meines Stipendiums an der Montségur Akademie für kreatives Schreiben. Daneben habe ich noch etwa zwei bis drei oder fünf Romanprojekte in meiner Schublade, zum Teil fertig geschrieben, zum Teil unvollendet. Was daraus werden wird? Mal sehen. Vielleicht sollte ich noch das schöne Thema „Überarbeitung“ und „Fehler, die mir nicht mehr passieren würden" auf die Liste setzen.

Ich blogge hier schon länger vor mich hin. Jetzt starte ich aber mit einer klaren Struktur und einem klaren Ziel neu. Und das lautet: Diesmal schreibst du den Roman zu Ende.

Los geht’s!


Schön, dass du hier bist, und viel Spaß beim Lesen Vera


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